Sessionplan Coworking Konferenz

Feedback zum Blog auf der Coworking Konferenz #cowork2016

Mehr Themen

Auf der Coworking Konferenz in Hamburg habe ich natürlich auch das dieses Blogprojekt hier vorgestellt. Mitgenommen habe ich jede Menge Feedback. Damit dieses Projekt hier wachsen kann, braucht es vor allem spannende Stories, Kontinuität, wie ich jetzt gelernt habe, nicht allein eine Communitydenke, sondern auch Angebote und Orientierung für „Neulinge“ und vor allem immer wieder solides Feedback.

Abgefragt habe ich zunächst einmal Themen, über die man mehr lesen möchte. Best Practice Beispiele von Coworking-Konzepten in Unternehmen, Vorstellung von Coworking in der Nische oder der „Provinz“, Coworking mit Spezialisierung, wie z.B. für das Themengebiet Audio und Coworking in der Kombination mit Kinderbetreuung. Gewünscht ist also, mehr über die Vielfalt von Coworking kennenzulernen. Ein weiteres Thema, das sich dort anlehnt, ist die Frage nach den Raumkonzepten. Nicht nur in meiner Session, sondern auch in anderen Gesprächen auf der Cowork ging es immer wieder um Vielfalt. Kein Space gleicht dem anderen.

Mut zur Antithese

Was die inhaltliche Diskussion angeht, gab es den Vorschlag gern auch mal Thesen in den Raum zu stellen, die zur Diskussion provozieren. Ich denke das ist etwas, was man nicht vollkommen außer Acht lassen kann, aber auch nicht überstrapazieren darf. Es ist ein schmaler Grat. Auf der einen Seite höre ich selbst ganz einfach auf zu lesen, wenn ich das Gefühl habe, dem oder der Schreibenden geht es nur darum möglichst viel Diskussion zu erzeugen, ganz egal wie valide die These ist. Auch Blogposts, die mir vorschreiben wollen, was ich zu tun oder zu lassen habe, empfinde ich regelmäßig als sehr überflüssig. Auf der anderen Seite denke ich aber auch, muss man es aber auch halten wie Karl Popper. Konkret meine ich den Ansatz des „kritischen Rationalismus“. Patrick Breitenbach und Toby Baier haben sich darüber in einer Folge des Podcasts Agiles Produktmanagement unterhalten und sei an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

„Wir können nicht wissen, wo es hin geht und alle Wissenschaft und Theorien sind immer geraten. Also müssen wir das ganze Prinzip umdrehen und uns ankucken, wie kann man eine Theorie widerlegen. Also nicht: Wie kann man sie beweisen? sondern: Wie kann man sie so beschießen mit Kritik, dass sie sich widerlegt und ich sie damit dann in die Tonne treten kann. So lange man sie beschießt und sie wehrt sich, so lange kann man sie dann behalten.“ (sinngemäß)

Das heißt also: Wenn ich immer nur das schreibe, von dem wir alle denken, dass es richtig ist, folgt daraus nicht automatisch auch, dass es das auch ist. Wir könnten aber eher davon ausgehen, würden in regelmäßigen Abständen auch immer wieder kritisch hinterfragen, warum es denn richtig sei. Da das aber auch irgendwann anstrengend wird, immer und immer wieder das gleiche zu hinterfragen, macht das keiner, ergo entsteht auch keine Diskussion. Um letztlich doch wieder die Diskussion nicht nur als Bestätigung, sondern auch als regulatorisches Element zu ermöglichen, braucht es geradezu manchmal das bewusste Formulieren von für uns zunächst offensichtlichen Antithesen. Ich hoffe, das ist noch verständlich. 🙂

Auch Angebote und Orientierung schaffen

Ein letzter Block im Feedback betrifft den Bereich Strategie. Die bisherigen strategischen Überlegungen zielen alle in den Bereich „Austausch und Community“. Wenn es inhaltlich aber auch darum geht, neue Themenfelder aufzumachen, geht es auch darum Coworking für neue Zielgruppen zu öffnen. Als Beispiel wurde das Thema Coworking für Unternehmen genannt. Wenn der Firmeninhaber nun davon gehört hat und sich informieren will, sucht dieser nicht die Diskussion in mehr oder minder langen Blogposts, sondern vielleicht eher noch eine Art Checkliste “Wann ist Coworking für mein Unternehmen geeignet?“.

Ich bedanke mich für das umfangreiche Feedback, vieles davon wird in die Weiterentwicklung von Lebendig miteinander Arbeiten einfließen.