“Leben-dig” miteinander Arbeiten – oder wie?!

Vor dem Hintergrund unserer täglichen Arbeit in der Persönlichkeits-, Team- und Führungskräfteentwicklung kreisen wir häufig um die Themen Kommunikation, Beziehungen, Individualität, … Lebendigkeit – auch im Job.

Daher wollen wir diesen Beitrag für eine genaue Betrachtung der Begrifflichkeit, die hier im Mittelpunkt steht, nutzen – “Leben-dig” Arbeiten. Und das auch noch miteinander.

Schon daraus kann man ableiten, dass es in jedem Fall das Gegenteil von “Tot-Arbeiten” ist. Bei weiterer Betrachtung würden wir auch sagen, dass es wenig mit “Über-Leben” zu tun hat. Arbeiten um zu “Über-Leben” ist für einige Menschen ganz sicher eine bessere Wahl als gar keinen Lebensunterhalt zu verdienen, jedoch ob diese dann für Lebendigkeit sorgt, ist sicher fraglich.

In Lebendigkeit steckt das Leben. Leben ist für uns Wachstum und Entwicklung verbunden mit Glück und Freiheit, verbunden mit dem, wie sich ein Mensch verwirklicht. Was er erschafft, wie er handelt.

Für viele Menschen steht inzwischen persönliche Verwirklichung auf der beruflichen “Hit-List”. Fragt man genauer nach, erhält man oft ein individuelles Bild von so etwas wie unabhängigem Arbeiten und das in einem eher hierarchiefreien, lebendigen Umfeld. Mit der Möglichkeit, eigenverantwortlich und selbständig Projekte umzusetzen. Jedoch ganz alleine? Nein, meist besteht der Wunsch, trotz aller unabhängigkeit im Team bzw. mit Mitstreitern oder Wegbegleitern die Möglichkeit zu haben, sich auszutauschen, zu unterstützen bzw. etwas Gemeinsames umzusetzen. Gemeinsam an den Aufgaben und Dingen zu wachsen.

Was darüber meist vernachlässigt wird bzw. untergeht, ist der Fakt, dass man selbst einen sehr großen Teil zur Erfüllung dieser “Wunschliste” beiträgt, bzw. beitragen darf. Natürlich lohnt es sich, das Umfeld seiner Arbeit so zu wählen bzw. auszurichten, dass man nicht jeden Sonntag denkt: “Oh Gott, morgen ist schon wieder Mooontaaaag…!”. Dass man sich im Job eben “Leben-dig” fühlt. Menschen um sich herum hat, mit denen man in gleicher Richtung, wie auch immer geartet, unterwegs sein kann. Doch die Arbeit in diesem Umfeld gelingt nur dann auch beständig und nachhaltig, wenn man sich immer wieder auch selbst hinterfragt. Also die eigene Persönlichkeit und Entwicklung.

Man könnte auch sagen, egal, wo und wie Du arbeitest, wenn Du selbst nicht “Leben-dig” bist, wird es auch Deine Arbeit nicht sein. Egal wo und in welcher Form. Man könnte sagen, man nimmt sich überall mit hin. Wenn ich meine eigenen Potenziale nicht kenne, nur schwer einschätzen kann, welche Aspekte mir wichtig sind oder schlicht nicht in der Lage bin, diese auf eine Weise zu äußern, dass mein Gegenüber das versteht, kann ich mein Umfeld gestalten wie ich will – es wird wohl kaum “Leben-diger”. Deshalb gehören genau diese Dinge dazu und bieten uns die Chance für persönliches Wachstum und individuelle Entwicklung.

Und wie sagte schon einmal ein schlauer Mensch? „Jeder ist seines glückes Schmied.” Das wichtigste Werkzeug bist Du. Mach es “Leben-dig”.